Camino Francés Tag 25 – Der Tag, da wo nichts passiert ist

03. November 2018 – León – San Martín del Camino (25,9 km)

Heute hatte ich richtig Lust. Schönes Wetter, wenn auch ordentlich frisch. Die neuen Schuhe sind super. Ich bin ausgeschlafen und gut gelaunt. Selbst den Weg aus der Stadt heraus durch die obligatorischen Vorstädte und Gewerbegebiete habe ich heute als gar nicht so schlimm empfunden.

Es gab heute zwei mögliche Wege: An der Straße entlang, dafür 7 km kürzer. Der andere etwas abseits durch die Felder. Ich habe mich für die direktere Variante entschieden. Zum einen ist die Straße nicht so stark befahren und abgeerntete Felder sind jetzt auch nicht unbedingt spannender als vor ein paar Tagen. Zum anderen gab es auf der kürzeren Strecke mehr Rastmöglichkeiten. Letzteres war für mich ein echtes Argument, falls mit meinen Schuhen bzw. Füßen doch etwas gewesen wäre. Aber alles gut.

Habe die halbe Strecke nach Astorga geschafft. Insgesamt noch weniger als 300 km. Auch wenn der Weg hinter Astorga wieder schwieriger wird, ist das alles mehr oder weniger entspannt in meinem Zeitplan schaffbar. Und falls ich doch einen Tag länger brauche, ist das auch kein Beinbruch. Zumindest sollte es keiner sein.

In den nächsten Tagen muss ich mir einen neuen Pilgerpass besorgen, meiner ist fast voll. Klebstoff, am besten so etwas wie Pritt, zum zusammenkleben wäre auch gut. In Astorga sollte es den zwar geben, aber da komme ich – natürlich – mal wieder sonntags an. Was das angeht habe ich wohl ein echt schlechtes Timing. Aber da mache ich mir trotzdem keinen großen Kopf. Bisher hat sich auf dem Weg ja auch sonst alles ohne großes Zutun erledigt.

Das Abendessen jedenfalls war der Hammer! Zwar gab es wieder einmal Hähnchen, aber diesmal mit Weintrauben und Kastanien im Ofen geschmort. Dazu Salat mit Preiselbeeren und süß angemachtes Weißkraut. Vorab eine Suppe, könnte eine Kartoffelsuppe gewesen sein, bin mir aber nicht sicher.

Apropos Abendessen – so sehr ich da Appetit drauf hatte, die Tapas gestern in León habe ich mir dann doch verkniffen. Die meisten Läden waren mir einfach zu voll und zu laut. Davon abgesehen, finde ich es immer ein bisschen merkwürdig, alleine in ein Restaurant oder eine Bar zu gehen. Naja, mit ein bisschen Brot, Wurst und Käse ließ sich auch in der Mikrowelle des Hostels etwas zaubern.

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